SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen sind neben Kunst-, Musik- oder ErgotherapeutInnen optionale Berufsgruppen, die zur sozialen Betreuung von Altenheim-BewohnerInnen in einrichtungsspezifischen Sozialdiensten zusammengefasst sind. Doch nicht alle Alten- und Pflegeheime verfügen über einen Sozialdienst, da eine bundesweite gesetzliche Verankerung nicht besteht.
Sozialdienste zogen Ende der 1970er Jahre in die Heime ein, als sich in der Altenhilfe ein Paradigmenwechsel vollzog. Die an Krankenpflege orientierten Konzepte wurden zugunsten von Vorstellungen abgelöst, die sich an Grundsätzen einer ganzheitlichen, aktivierenden und individuumzentrierten Pflege ausrichteten. Das Heim wird seitdem nicht als reine Versorgungseinrichtung, sondern als Lebens- und Wohnort sowie die BewohnerInnen als mündige Bürger begriffen. Um die Lebens- und Wohnbedingungen von Alten- und Pflegeheimen an denen von Privathaushalten zu orientieren, zogen neue Berufsgruppen mit sozialer Ausrichtung in die Einrichtungen ein, die unter dem Begriff Sozialdienst zusammengefasst sind.
Die Leistungen der Sozialdienst-MitarbeiterInnen in Alten- und Pflegeheimen
sind Bestandteil der ganzheitlichen Pflege. Im Mittelpunkt
steht der alte Mensch, der mit seinen Möglichkeiten anerkannt und in
seiner Einzigartigkeit akzeptiert wird. Unabhängig von den Behinderungen,
Krankheiten und Verlusten soll jeder Mensch einen respektvollen Umgang erfahren.
MitarbeiterInnen des Sozialdienstes bieten alten Menschen Unterstützung
und verlässliche Beziehungen an. Damit wird der Vereinsamung und Desorientierung
entgegengewirkt. Durch einen kontinuierlichen Dialog wird ein Gefühl
von emotionaler Sicherheit vermittelt. Auf dieser Grundlage kann der alte
Mensch neue Kraft und Motivation schöpfen. Die Verantwortung im eigenen
Handeln kann gestützt werden. Dem alten Menschen kann geholfen werden,
sein selbstbestimmtes Leben im Rahmen seiner Kompetenzen
weiterzuführen und seine Selbständigkeit aufrecht zu erhalten.
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